Nachlese: Tag der Informatik Fachdidaktik #tdif2018 (Teil 1)

[Anmerkung] Ich habe heute versucht, schon während der Keynote und während des von mir besuchten Workshops mitzuschreiben, deswegen ist der nachfolgende Text auch im Präsens gehalten. Weil aber der erste Text schon so lang ist, splitte ich ihn auf.

Die Digitalisierung führt zu einem Systemwechsel der Bildung

(Keynote von Christoph Schmitt @bildungsdesign)

Der Tag der Informatikfachdidaktik beginnt spannend. Dozierende an der PH Luzern sitzen uns, die wir hier in Graz in der Aula der PH Steiermark sind, gegenüber. Der Vortragende Christoph Schmitt ist uns zugeschaltet und startet seine Reise nach Digitalien mit einem für mich als gelernte Literaturwissenschaftlerin schönen Zugang: Vier Metaphern begleiten uns durch den folgenden Vortrag.  

Von der Kerze zur Glühbirne

Quelle: Pixabay

Die Glühbirne ist keine Weiterentwicklung der Kerze, sondern eine neue Erfindung, die zu einer Beschleunigung der Entwicklung neuer Kulturtechniken führt. Die Medizin, beispielsweise die Operationspraxis hat durch das elektrische Licht eine starke Veränderung durchgemacht. So verhält es sich auch mit der Digitalisierung, wo wir Kerzen durch Glühbirnen austauschen, oder Wandtafeln durch Interactive Whiteboards. Würden wir Digitalisierung so verstehen, würden wir die Entwicklung von der Kerze zur Glühbirne sehen und nicht die umfassenden systemischen Änderungen, die diese Änderung mit sich bringt. Es gibt neue Methoden und Möglichkeiten. Christoph Schmitt bedient sich für die Illustration seiner Aussagen eines schönen GIFs aus der bekannten und beliebten Fernsehserie „The Simpsons“.

via GIPHY

Meine Anmerkung: Axel Krommer (@mediendidaktik_) hat sich der Frage des Mediums und der Medienentwicklung in zahlreichen seiner Blogbeiträge angenommen. Die Mehrwertdiskussion wurde von ihm und nicht zuletzt von Gerhard Brandhofer (@rationalekritik) ausführlich behandelt. Besonders treffend erscheint mir aber das Bild, das Christoph Schmitt hier zeichnet: Die Kerze existiert noch immer, wird noch immer in zahlreichen Kontexten eingesetzt und hat ihre Daseinsberechtigung nicht verloren. Die Glühbirne ist koexistent und wird ihrerseits (technisch und gestalterisch) weiterentwickelt. So ist auch die Leitmedientransformation im Gegensatz zum oft postulierten Leitmedienwechsel zu sehen. Wir nutzen nicht ENTWEDER Glühbirne ODER Kerze, wir nutzen beide: SOWOHL als AUCH. Die Entscheidung für das eine oder andere fällt unter Berücksichtigung des Rahmens (der Rahmenbedingungen, Infrastruktur). So sollte es auch im Unterricht sein.

Vom Netz zum Netzwerk

Man fischt sich aus dem Netz etwas heraus, beispielsweise beim Online-Shopping, verlässt das Netz dann aber wieder und ist Teil der analogen Welt. Gegen diesen singulären Einsatz eines Netzes spricht aber die gelebte Praxis: Wir leben aber in Netzwerken – es gibt neben dem Cyberspace auch den Meatspace. Dieser Netzwerkgedanke verändert unsere systemischen Zusammenhänge grundlegend. Wir organisieren unser Leben in Netzwerken, Christoph Schmitt spricht aber von einem Paradigmenwechsel. Wir sollten nicht mehr denken „Was habe ich vom Netzwerk?“, sondern „Was hat das Netzwerk von mir?“. Open Space, Open Access und Open Educational Resources laden zum Teilen ein. Wir kollaborieren in Netzwerken. Offenheit sollte als neuer Code gesehen werden – unsere Kultur öffnet sich zu einer Netzwerkkultur. Dafür müssen aber die Schulen ebenfalls zu Netzwerken werden. Digitale Kompetenzen befähigen uns dazu, uns in digitalen Lern- und Arbeitsnetzwerken autonom fortbewegen zu können. Diese Netzwerke werden nicht vorab von anderen eingerichtet, sondern wir müssen sie selbst einrichten und pflegen. Das ist die Herausforderung aber auch die Chance.

Meine Anmerkung: Ja, George Siemens (@gsiemens) hat diese Vernetzwerkung ja bereits 2004 postuliert („Connectivism“) und auf Twitter gibt es diese gelebten Netzwerke: die Bildungspunks (@Bildungspunks), die #EduPnx, der #relichat (@relichat) und #BayernEdu sind gute Beispiele. Unter diesen Hashtags und beispielsweise unter #twitterlehrerzimmer finden sich zahlreiche Möglichkeiten der Vernetzung, des (gelebten) Austausches und des Teilens. Während ich hier meine Materialien frei teile und tausche, ist dieser Offenheits-Gedanke in vielen Schulen und Hochschulen noch nicht angekommen (siehe hierzu Axel Krommers Beitrag über die Anzeichen der Krise). Systemische Veränderungen eines Teilsystems führen zu Veränderungen aller anderen Systeme, weil sich deren Umwelt ändert. Das hat schon Luhmann (ganz verkürzt) erkannt. Aber manchmal brauchen diese Änderungen einfach ein wenig Zeit und die Aktantinnen und Aktanten innerhalb eines Teilsystems Geduld.  

Vom Meatspace zum Cyberspace

Das digitalisierte Wissen lässt sich überall abrufen, ganze Institutionen, wie beispielsweise Bibliotheken, werden in den Cyberspace verlagert. Das schürt immer wieder Angst. Der Meatspace wird dabei aber nicht überflüssig, er bekommt nur eine neue Bedeutung. Der Meatspace ist ein Knotenpunkt, dessen Qualität sich verändert. Die Frage ist, wie sind wir an diesem und mit diesem Knotenpunkt vernetzt. Und wie können wir ihn nutzen.  

Quelle: Pixabay

Meine Anmerkung: Abgesehen davon, dass ich schon länger nach der antithetischen Entsprechung von Cyberspace gesucht habe und diese nun gefunden habe, finde ich diesen Punkt besonders wertvoll, weil – so zeigen auch die Fragen aus dem Publikum – das Zwischenmenschliche verlorenzugehen droht, wenn man in ENTWEDER-ODER-Kategorien denkt. Ja, die Kommunikation und Kollaboration im Cyberspace ist eine andere als im Meatspace, aber sie findet dort auch tatsächlich statt. Wir arbeiten gemeinsam online, wir kommunizieren über WhatsApp oder ähnliche Messenger – ich meine – mehr als früher face2face. Die Qualität der Kommunikation hat sich geändert – nach einem kurzen aber heftigen Revival der hieroglyphenartigen Emoji-Sprachkultur hat sich die Sprachnachricht als Kommunikationsform „wieder etabliert“. Sprachnachrichten werden manchmal parallel zu geschriebenen Nachrichten (manchmal diese ersetzend) verschickt. Emotionen lassen sich wieder „hören“. Für das Lernen heißt das, dass vor allem auch die Präsenzzeit im Unterricht anders nutzbar ist, wenn man davon ausgeht, dass viel Lernen auch außerhalb („informell“) der Schule passiert. Flipped Classroom oder Flipped Learning als Konzepte sind in diesem Zusammenhang vielfach etabliert, werden manchmal als Selbstläufer gesehen, was sie aber keineswegs sind. Wichtiger als das Erstellen von genialen Videos ist nämlich die Art und Weise, diese dann im Meatspace zu diskutieren, zu bearbeiten, sich auszutauschen. Das ist die wahre Kunst. Und auch Online-Lernprozesse lassen sich begleiten – wie man in der Online-Tutoren-Ausbildung der Virtuellen Pädagogischen Hochschule (@virtuelleph) lernen kann. Die Qualität der Kommunikation ändert sich, Kommunikation hört nicht auf.  

Von der Safari zur Expedition

Brauchen wir heutzutage wirklich eine*n Pilot*in? Eine spannende Frage. Vielleicht beim Fliegen, aber nicht in der Schule. Unser Schulsystem ist ein System der Unmündigkeit – wir brauchen, so die Ansicht, einen Piloten, der uns von A nach B bringt. Auch hier ist viel Angst mit im Spiel (Was passiert, wenn der/die pilotierende Lehrende ausfällt?)… Wir Lehrenden müssen uns vielfach autonom und selbstständig zur Digitalisierung befähigen. Wir sollen unsere Lerner/innen zur Selbstständigkeit bringen, sollen sie zu selbstständigen Lernenden machen. Dazu müssen wir aber selbst soweit sein (ohne akademische Ausbildung vielfach). Wir müssen aus der Rolle des/der Transportierten heraustreten und selbst dafür sorgen, dass wir fortkommen. In der digitalen Welt gibt es keine Touristen mehr, die wie in einer Safari zu den zentralen Orten gebracht werden, diese dann „konsumieren“ und weiter geführt werden. Es gibt kein postkolonialisches Vergnügen der Bildung mehr. Sie weicht der Expedition, in der wir alle für unser „Erfahren“ und „Lernen“ selbst verantwortlich sind. Wir sind Entdecker*innen und Entwickler*innen.  

Quelle: Pixabay

Meine Anmerkung: Die Prosumer-Bewegung, das Schlagwort „schüler*innen-zentrierter Unterricht“, der Fokus auf die Lernenden sind gut. Aber, solange wir dem Kahoot-Sog verfallen, solange wir die Materialien für die Schüler/innen ausschließlich erstellen, solange das System Bulimielernen unterstützt und Autoritätsdenken in den Vordergrund stellt, so lange werden echte Änderungen schwierig sein. Das Modell der 4Cs wird immer wieder – beinahe schon im Buzzword-Bingo-Stil – verwendet, um etwas zu unterstreichen, dass ich für grundlegend und zentral halte (egal ob im Cyberspace oder im Meatspace): Wir müssen allgemein vier Fähigkeiten besitzen: Wir müssen kommunizieren können, wir müssen kollaborativ zusammenarbeiten können, wir brauchen Kreativität, um u.a. auch alternative Lösungswege zu finden, und brauchen dabei die Fähigkeit, kritisch zu denken, ich würde aber auch meinen kritisch zu bewerten und zu hinterfragen. Gerade die Kreativität und das kritische Reflektieren werden uns systemisch aberzogen. Kinder sind in ihrem Lernprozess nicht nur neugierig, wenn ihnen etwas seltsam vorkommt, dann fragen sie nach. In welchem Verhältnis steht dies zur Vorliebe für behavioristische Prüfungsformate? Kahoot wird immer wieder genannt, ist aber nur ein Beispiel. Bulimielernen ist an der Tagesordnung.

Erst neulich haben mich Studierende gefragt, wie kritisch sie sein dürfen. Aufgabe war das Erstellen einer kritischen Reflexion zu einem Text. Es gehe schließlich um die Note, meinten sie (dazu blogge ich aber noch separat). Klar ist es schwieriger, „eigene Meinungen“ zu „beurteilen“. Aber unser Ziel sind doch mündige, selbst denkende und selbstständige Mitbürger/innen.  

Der Keynote-Speaker Christoph Schmitt bloggt im Übrigen unter Lernen in Netzwerken. Eine Skizze zur Zukunft des Lernens. Nach der Keynote für mich eine absolute Leseempfehlung – nicht nur für das #twitterlehrerzimmer.

Nicht minder interessant sind die Fragen aus dem Publikum, die anschließend gestellt werden.  

Wie wichtig ist das Wissen im Kopf, wenn wir alle digitale Devices haben?

Christoph Schmitt erzählt von einem Schüler der Generation Z, der ihm auf die Frage geantwortet hat, dass durch das Auslagern des Wissensspeichers viele Ressourcen frei geworden seien. Es gibt eine Lösungskreativität, Ressourcen um sich zu ordnen.

Ich sehe es ja ein wenig wie Lisa Rosa (@lisarosa), die mir auch prompt auf Twitter noch geantwortet  und mich auf einen ihrer Blogbeiträge hingewiesen hat: Es ist nicht das Wissen, das im Netz zu finden ist, sondern es sind Daten und Informationen. Diese in den passenden Kontext zu stellen, ist die wahre Aufgabe und Herausforderung, denn so werden sie zu Wissen. Ich bin der Meinung – und hatte mit Martin Lindner (@martinlindner) und Philippe Wampfler (@phwampfler) dazu eine angeregte Diskussion auf Twitter –, dass ich gerade für die Suche im World Wide Web wissen muss, wonach ich suche, um es auch zu finden.

Hier der Anfang der Diskussion – man kann sie auf Twitter nachlesen.

Wenn ich also nicht weiß, dass es eine Zinnie gibt, dann kann ich mich nur mit Hilfskonstruktionen wie „rote Blume“ und „Sommer“ beispielsweise behelfen. Ich brauche die Begrifflichkeit. Wenn ich nicht weiß, dass es ein Smartphone gibt, dann kann ich ebenfalls nicht danach suchen. Klar, finde ich beim Suchen dann andere Begriffe und vielleicht finde ich dann beim Lesen eines Zeitungsartikels zufällig das, wonach ich gesucht habe. Das ist dann aber kein konkreter Akt des Suchens, sondern ein inzidentelles Finden, in Analogie zum inzidentellen Lernen, das ich übrigens für sehr wichtig halte (beispielsweise beim Suchen eines Begriffs in einem Blätter-Wörterbuch). Ich freue mich hier schon auf Philippe Wampflers Blogbeitrag. Er ist anderer Meinung und bloggt dazu – ein großer Vorteil des #twitterlehrerzimmers. Neben der Begrifflichkeit brauche ich aber auch ein Wissen über mein Netzwerk. Ich muss meine Knotenpunkte einschätzen können, sie kennen, sie kritisch betrachten. Wenn ich nach Rezepten suche, dann kann ich beispielsweise u.a

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  • eine Zeitung durchblättern und hoffen, dass dort ein Rezept abgedruckt ist (möglich, aber nicht mein Zugang, weil nicht effizient genug und möglicherweise auch nicht effektiv).
  • eine Kochzeitung durchblättern (digital oder analog)
  • eine Rezeptsammlung direkt durchsuchen nach einem Begriff
  • eine Rezeptsammlung direkt durchsuchen nach den Zutaten, die ich im Kühlschrank habe (oder auf die ich Lust habe)
  • eine reale Person (Mutter, Vater, Oma, Mann/Frau…) fragen, ob sie für mich kocht
  • eine reale Person (Mutter, Vater, Oma, Mann/Frau…) fragen, was sie kochen würde
  • eine Kochsendung ansehen

Es gibt noch viele Möglichkeiten, die ich hier wählen kann. Ich wähle, je nach Rahmenbedingung jene, die für mich passt (u.a. habe ich Zugang zum Internet, zu Kochbüchern, zu realen Personen).  

Welche Rolle spielt die zwischenmenschliche Beziehung in Digitalien und geht diese nicht verloren?

Ein klares Nein des Referenten lässt uns alle aufatmen. Aber klar: Menschen begegnen sich nicht nur am Bildschirm – wir lernen weiterhin auch im Meatspace voneinander weiterhin. Schon wieder so ein SOWOHL-als-AUCH-Ding. Für Lehrer*innen bedeutet das, dass sich ihre Rolle ändert oder ergänzt. Wir brauchen nämlich Menschen, die andere Menschen begleiten, in Hinblick auf die Beschäftigung mit Beziehungsarbeit. Das ist auch heute schon wichtig. Und der Referent meint dazu – nicht gerade unprovokativ: Das müssen aber keine Lehrer*innen sein beim Lernen.  

Denken unsere Smartphones dann auch kritisch für uns?

Auch hier eine klare Antwort des Referenten: Nein. Es gibt Fake News, Halbwahrheiten und ähnliche Phänomene. Ich möchte hier auf Ingrid Brodnig (@brodnig) verweisen, die dazu schon bei den eeducation Praxistagen eine spannende Keynote gehalten hat und auch auf den #EDUdays zu Gast sein wird. ABER: Wo lernen die Schüler/innen das kritische Denken? Oder vielmehr die Reflexionsfähigkeit zur Quellenkritik? Welchen Quellen kann ich vertrauen? Gibt es nicht ein Autoritätsdenken vom Typ: Was in der Zeitung xy gedruckt steht, muss auch stimmen? (Man füge hier je nach Land die eine oder andere Zeitung an – dieses Phänomen gibt’s in allen Ländern. Die oft zitierten 4C sind ein Gedanke, der auch hier wieder aufkommt und der Basis eines Zugangs zum Lernen und Verhalten im 21. Jahrhundert sein sollte (und kein Bulimielernen mit Kahoot und Co). Und eigentlich schon immer hätte sein sollen.  

Quelle: Pixabay

Schließlich noch ein Webtipp von Christoph Schmitt, den ich nicht vergessen möchte: der Learning Circle der Mozilla Foundation und die Web Literacy Materialien der Mozilla Foundation, die interessante Handreichungen sein können. Ob sie es für einen persönlich sind, muss jede*r für sich selbst entscheiden -auf Basis des eigenen Netzwerks und der individuellen Rahmenbedingungen. Luhmann hätte vielleicht von einem System gesprochen. Aber das ist eine andere Geschichte…