Neues Jahr, neuer Blogpost, altes Thema: Offenheit beim Unterrichten und offene Materialien für den Unterricht. Vielleicht bin ich nur sehr sensibel auf das Thema, vielleicht funktioniert einfach meine Filterblase sehr gut. Aber in den letzten Wochen sind einige sehr interessante Beiträge in meine Timeline gespült worden, die ich hier gerne kommentiert zur Verfügung stellen würde. Ich versuche auch, sie in passende Kategorien zu packen, damit man leichter damit arbeiten kann und die passenden Beiträge findet, wenn man danach sucht.
Heute ist sie also veröffentlicht worden, die Die digitale Strategie der österreichischen Bundesregierung, kurz: Digital Roadmap. Gleich an erster Stelle kommt die Bildung, die durch den Einsatz digitaler Medien und aktueller mediengestützter Lehr- und Lernszenarien den Aufbau und die gezielte Förderung digitaler Medien- und Methodenkompetenzen leisten/bringen soll.
Seien wir ehrlich: Unser Alltag hat sich in den letzten Jahren verändert. Auf den unterschiedlichen Social Media-Kanälen lesen wir davon, dass wir in einer anderen Generation aufgewachsen sind, viel draußen gespielt haben und unser Leben ohne Smartphone und Internet, dafür mit einem Vierteltelefon, das immer besetzt war, und der Möglichkeit, bei seinen Freundinnen und Freunden und Verwandten jederzeit vorbeizuschauen. Manchmal eben ohne Erfolg.
Also bei WhatsApp tut sich in letzter Zeit ja für die 800 Mio. User/innen so einiges. Es gibt eine eigene WebApp, der Messenger lässt sich jetzt also auch webbasiert nutzen. Gut, das ist ja was Spannendes, da wird sich so mancher Mitbewerber ja doch wohl sicherlich freuen. Und jetzt, ja, jetzt kann man mit WhatsApp auch telefonieren. Auf Facebook ist das ja jetzt auch möglich. Die einzelnen Dienste nähern sich einander also verstärkt an. Der Hashtag wandert von Twitter nach Facebook, die Kreise von Google+ zu Facebook, das Telefonieren von Skype zu WhatsApp und so einiges mehr. Wer was von wem abschaut, ist da manchmal gar nicht so einfach zu durchblicken.
Die EDU|days in Krems sind voll im Gange und gestern hatte ich das Vergnügen live dabei zu sein – als Zuhörerin und als Referentin. Und was ich mitgenommen habe, sind viele Ideen, Eindrücke und Inspirationen. Ein paar davon versuche ich mal auf virtuelles Papier zu bringen – wie gut, dass ein Gutteil auch aufgezeichnet wurde (Link folgt).
Die letzte Woche habe ich mit zwei spannenden Workshop-Tagen am ECML in Graz ausklingen lassen. Dabei wurde uns Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Österreich die Initiative ICTrev vorgeschlagen, die den Untertitel Use of ICT in Support of Language Teaching and Learning trägt und eine Toolsammlung zur Anreicherung des Unterrichts durch (digitale) Mediennutzung bereitstellt.
Gestern fand der alljährliche Tag der Informatik Fachdidaktik des Regionalen Fachdidaktikzentrums Informatik an der Pädagogischen Hochschule Steiermark statt. Obwohl ich keine Informatikerin bin, nehme ich jedes Jahr als Mediendidaktikerin teil und halte auch immer mindestens einen Workshop. Zielgruppe sind (zukünftige) Informatiklehrer*innen – nicht nur aus der Steiermark. Der Austausch ist immer sehr rege und das Wiedersehen „alter“ Bekannter ist mir immer eine große Freude.
Die Sache mit der Privatsphäre ist heutzutage eine eigene. Zum einen beschweren sich Menschen, dass sie keine Kundenkarten haben möchten, weil man dann nachvollziehen kann, was sie so einkaufen oder dass sie Google blöd finden, weil Google alles weiß; zum anderen gehen sie mit ihren persönlichen Daten auch nicht gerade sorgsam um. Sie posten Fotos auf Instagram und geben damit Einblick in ihr Lebensumfeld und in ihre Reise- oder Urlaubsgewohnheiten, sie berichten freimütig auf Facebook über ihre Lese- und Essgewohnheiten und twittern inkl. Standortangabe ihre Gedanken und ihre Einstellungen zu unterschiedlichen Themen.
Das Verwenden von Bildern, die unter einer CC-Lizenz stehen, ist ja nicht immer so einfach. Da können schon mal Fehler passieren – und wenn Fehler passieren, dann werden Rechte verletzt (das Urheberrecht, Persönlichkeitsrechte usw.).
Was muss man bei der Verwendung von Bildern unter CC-Lizenz also beachten? Nun, man muss sich zu allererst die Lizenz genau anschauen, unter der das Bild steht. Welche Lizenz ist es? Gibt es Einschränkungen? Was fordert die Lizenz? Und dann muss man sich genau überlegen, was alles anzugeben ist – also neben dem exakten Namen des Urhebers/ der Urheberin auch der Name des Bildes, die Lizenz selbst und der Lizenztext an sich. Und vielleicht auch noch die Fundstelle. Da kommt so einiges zusammen. Wem das jetzt zu viel ist, der schaue sich am besten folgendes Video an:
Video by Blanche Fabri, Melanie Kolkmann, Tessa Moje Jöran Muuß-Merholz für open-educational-resources.de – Transferstelle für OER |CC BY 4.0
Und hier die notwendigen Angabe zum Video:
Titel: Bilder unter freier Lizenz nutzen – weit verbreitete Fehler und wie man sie vermeidet,
Besonders hervorzuheben ist dabei auch die Checkliste, die mit dem Video mitgeliefert wird und auf der die Faustregeln noch einmal sehr übersichtlich zusammengefasst werden. Jetzt sollte alles klar sein, oder?
Aber: HALT!
So klar scheint es nicht zu sein, denn erste Kritikpunkte am Video können unter http://archiv.twoday.net/stories/1022371274/ nachgelesen werden. Und plötzlich ist alles anders? Und es wird nicht besser, wenn man sich die betreffende Seite auf der Webseite von Creative Commons ansieht (https://wiki.creativecommons.org/Best_practices_for_attribution). Gut zusammengefasst findet man auch Informationen zum Thema freie Lizenzen auf der Seite Open Content Lizenzen: Leitfaden in englischer Sprache, die von Lehrer-Online.de zusammengestellt wurde. Bei der Linksammlung und den verlinkten Broschüren finden sich nicht nur Ressourcen in englischer, sondern auch in deutscher Sprache, die sich als sehr hilfreich erweisen. Eine Restunsicherheit bliebt aber immer noch, zumindest bei mir…
Was ist also der Ausweg? CC0? Public Domain? Für mich irgendwie schon, denn sobald man ein Bild unter CC verändert, sollte man auch die ursprüngliche Version angeben. Und wenn diese auch eine veränderte Version ist, auch hier die ursprüngliche usw. Die Attribution kann da richtig lang und und übersichtlich werden…
Am Donnerstag durfte ich ein Webinar zum Thema „Netzlernen und Soziale Medien: Zwei MOOCs zum Thema“ halten und dabei zwei MOOCs auf der seit März 2014 laufenden österreichischen MOOC-Plattform iMooX (www.imoox.at) vorstellen. Es handelt sich um die Kurse Lernen im Netz: Vom Möglichen und Machbaren sowie Soziale Medien & Schule: Für wen, wieso, wozu?, die beide jetzt im Oktober gestartet sind.